DIS - Newsticker: +++ Restschuldbefreiung durch Frankreich-Insolvenz *Die Firmeninsolvenzen sind im 1. Halbjahr 2010 um 4,5 Prozent gestiegen. +++

Insolvenzverfahren in Frankreich:
Schuldenfrei in 12 bis 18 Monaten durch Insolvenzverfahren in Frankreich

Kompetenter Service für Sie.

In Kooperation mit Dolmetschern für Deutsch-Französisch sowie deutschsprachigen Rechtsanwälten in Frankreich vor Ort bieten wir Ihnen rundum kompetente Beratung und Vertretung bei der Abwicklung eines Insolvenzverfahrens in Frankreich durch Fachleute.

Vereinbaren Sie - am besten noch vor der Insolvenz - einen Termin mit unseren DIS-Vertrauensberatern. Treten Sie mit uns in Kontakt.

Warum ist das Insolvenzverfahren in Frankreich ein Vorteil?

Ein wirtschaftlicher Neuanfang ist schon nach 12 bis 18 Monaten möglich. Im Vergleich zum deutschen Insolvenzrecht, bietet das französische Recht in bestimmten Departements die Möglichkeit für Privat- und Geschäftspersonen, sich von seinen Schulden in genannter kurzer Zeit befreien zu lassen. Grund dafür ist, dass das französische Recht eine 6-jährige Wohlverhaltensperiode für den Schuldner, wie sie das deutsche Recht vorsieht, nicht kennt. Der Zeitraum von 12 bis 18 Monaten versteht sich dabei als Richtwert, da es natürlich vom Einzelfall abhängig ist, wie lange das Verfahren tatsächlich dauert.

Welche grundsätzlichen Voraussetzungen müssen Sie erfüllen für ein Insolvenzverfahren in Frankreich?

Vorab sei angemerkt, dass es stets einer Einzelprüfung bedarf, ob ein Verfahren in Frankreich sinnvoll und rechtlich möglich ist.

Der Schuldner, der sich für ein Insolvenzverfahren in Frankreich entscheidet, muss beispielsweise in Frankreich wohnen und dort gemeldet sein. Weitere Voraussetzungen sind, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann, also zahlungsunfähig oder überschuldet ist und Gläubiger gegen ihn bereits die Zwangsvollstreckung betreiben. Inwieweit der Schuldner in Deutschland weiterhin arbeiten kann und sonstige ständige Kontakte in Deutschland unterhält, bedarf einer Einzelfallprüfung.

Schützt Sie das französische Insolvenzverfahren auch vor Ihren Gläubigern aus Deutschland?

Aufgrund EU-rechtlicher Verordnungen hat das in Frankreich eröffnete Insolvenzverfahren als Hauptverfahren sogenannter universelle Wirkung. Der Eröffnungsbeschluss des französischen Gerichts entfaltet also Wirkungen, die auch in Deutschland anzuerkennen sind. Damit schützt das Insolvenzverfahren in Frankreich den Schuldner auch vor Einzelzwangsvollstreckungsmaßnahmen der Gläubiger in Deutschland. Die Gläubiger werden in das Verfahren in Frankreich eingebunden, indem beispielsweise auch hier Forderungen angemeldet werden können.

Gilt die Restschuldbefreiung eines französischen Gerichts dann auch in Deutschland?

Eine Garantie auf Restschuldbefreiung gibt es weder in Deutschland noch in Frankreich. Es gilt der Grundsatz, dass die Schuldbefreiung aber einem redlichen Schuldner gewährt wird. Das bedeutet, wenn der Schuldner seine Pflichten, die ihm das Gesetz oder das Gericht in dem jeweiligen Verfahren auferlegt, ordnungsgemäß erfüllt und er trotz aller Bemühungen nicht in der Lage ist, seine restlichen Verbindlichkeiten auf Dauer zu tilgen, kann er grundsätzlich auch mit einer Restschuldbefreiung rechnen. Erteilt das französische Gericht diese Restschuldbefreiung, so ist diese Entscheidung auch in Deutschland anzuerkennen.

Grundlegend für diese Anerkennung ist eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 18.09.2001 (Az.: IX ZB 51/00). Daraus geht hervor, dass eine Restschuldbefreiung, die im Ausland einem Deutschen erteilt worden ist, der zuvor seinen Wohnsitz dorthin verlegt hatte, grundsätzlich anerkannt werden kann (Quelle: Betriebsberater 2002, S. 64 ff.).

Es besteht also nach geltendem EU-Recht die Möglichkeit, legal eine Restschuldbefreiung nach französischem Recht zu erlangen, die einem EU-Bürger in kurzer Zeit einen wirtschaftlichen Neuanfang ermöglicht.

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Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Die Kostentransparenz ist für den Schuldner sicher eine der wichtigsten Fragen, deren Beantwortung aber zugleich auch schwierig ist, da es natürlich sehr stark vom Einzelfall abhängt. Im Folgenden soll daher zumindest ein Überblick über die Kosten gegeben werden, die bei einem Verfahren in Frankreich anfallen können.

1. Kosten für die Tätigkeit unserer DIS-Vertrauensberater und ggf. Dolmetscher
2. Kosten für die Tätigkeit des deutschsprachigen französischen Rechtsanwalts, der das Insolvenzverfahren durchführt
3. Gerichtskosten für das französische Gericht zur Durchführung des Verfahrens
4. Kosten für die Wohnsitzverlegung, Miet-, Transport- und Stromkosten usw.

Nutzen Sie die Möglichkeit einer Erstberatung durch DIS-Vertrauensberater. Für unsere Mitglieder kostet diese Erstberatung nur 80,00 € zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. So können Ihre Chancen in Frankreich individuell geprüft und das weitere Vorgehen sowie die genauen Kosten aufgezeigt werden.

Hinweis:
Die rechtliche Beratung und Vertretung erfolgt ausschließlich durch einen von Ihnen beauftragten Rechtsanwalt/Rechtsanwältin und/oder Steuerberater/in.Der DIS e.V. verpflichtet sich Ihnen gegenüber nicht zur Besorgung Ihrer Rechtsangelegenheiten im Sinne der §§ 1 ff. RDG. Des Weiteren weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass unsere Inhalte der Webseiten in keiner Weise eine anwaltliche Beratung ersetzen. Der DIS e.V. erteilt Ihnen keinen Rechtsrat. Trotz sorgfältiger Auswahl der Inhalte unserer Webseiten übernehmen wir keine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit.


| update: 05.01.2015 | Impressum | zurück | drucken | nach oben |